Jahresbericht 2020

Dieses Vereinsjahr wird als ein Besonderes in die Annalen der Museumsgeschichte eingehen. Allerdings nicht wegen ausserordentlicher Betriebsamkeit, sondern wegen der Corona Pandemie, die uns seit anfangs März einen dicken Strich durch unsere Pläne gemacht hat. Die geplante Schuhausstellung musste abgesagt werden. Die uns von Ballyana zur Verfügung gestellten und in Schönenwerd abgeholten Gegenstände fanden den Weg nicht ins Museum und mussten aus Platzgründen bei Maja eingelagert und ein paar Monate später ungenutzt wieder zurückgebracht werden. Ein Besuch im Lausanner Schuhmuseum mit Lotti und Jürg Lehner zusammen war sehr inspirierend , aber die mitgenommenen Ideen blieben letztendlich eben auch nur in den Gedanken.

Das Museum war für die Öffentlichkeit während längerer Zeit gar nicht zugänglich, sei es vom Kanton so festgelegt oder aber vom Schulheim erwünscht. Grössere Gruppenführung wurden keine gebucht und kleinere abgesagt. Während den normalen und möglichen Besuchszeiten an den jeweiligen dritten Sonntagen im Monat verirrten sich nur wenige Spaziergänger ins Museum. Zudem fanden auch das Musikfestival im Mai und später die Lesesonntage nicht statt. An diesen Anlässen wäre das Museum für Besucher während mehr als sechs Stunden frei zugänglich gewesen, was in den Jahren davor jeweils viele Kontakte und interessante Gespräche gegeben hatte. Dies alles wirkte sich auch auf die Anzahl Besucher aus. 

Die Besucherzahlen zum Vergleich:

        2017/ 249           2018 / 999           2019 / 441          2020 /113

Das einzige Highlight anfangs Jahr bescherte uns das Fernsehen SRF mit der Ausstrahlung der Aufnahmen aus dem Museum von «mini schwiiz, dini schwiiz, welche 2019 im Herbst gemacht wurden.

Wir versuchten mit einer weiteren Stichausstellung aus dem reichen Fundus unseres Ehrenmitgliedes Nelly Wüthrich doch noch einige Besucher zum Besuch des Museums zu bewegen. Die Vernissage fand am Sa. 27. Juni für geladene Gäste mit einem kleinen Apéro im Schlosshof statt. Zu sehen waren vorwiegend Stiche von Erlach und Umgebung. Die Bilder hängen immer noch und werden voraussichtlich bis mindesten Ende März 2021 zu besichtigen sein. Eine nächste Ausstellung wird erst angegangen, wenn die Zeiten sich soweit normalisiert haben, dass eine vernünftige Planung möglich ist.

Zum Schluss danke ich allen, die mitgeholfen haben, den Betrieb in dieser recht schwierigen Zeit trotz allem sicherzustellen und den Glauben an bessere Zeiten nicht aufzugeben. Dies vorab meinen Vorstandskolleginnen und Kollegen.

 

Nelly Wüthrich, unserem Ehrenmitglied, danke ich für ihre stetige Fürsorge. Sie pflegt, putzt und reinigt die Gegenstände und ist immer präsent, wenn ihre Hilfe benötigt wird.

 

Ein spezieller Dank geht an die Administration mit Maja und die Technik mit Han Overman und an der für die Überwachung unserer Finanzlage zuständige Jürg Lehner.

 

Urs Anliker und Urs Roth vom Schulheim Erlach danke ich für ihre stets wohlwollende Unterstützung.

So hat zum Beispiel Urs Roth die im Zwischengang störenden Heizleitungen unter den Boden verlegen lassen und somit eine gefährliche Stolperfalle entschärft. Danke!

 

J. Fahm Februar 2021